Vielfaltsprojekt

Workshops „Willkommen Vielfalt“ in den 4. Klassen

In der Woche vor den Osterferien sah der Unterricht in den drei 4. Klassen einmal anders aus. Wir hatten Jens Bankwitz vom Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft vom 19. Bis 21. März zu Besuch (nähere Infos zum Verein und seiner Vision finden Sie hier https://www.verein-fuer-vielfalt.de/ ). Auf die Schüler*Innen wartete ein vielseitiges Programm, mit Spielen, Spaß, hitzigen Diskussionen und viel emotionalem Tiefgang. Bereits im vergangenen Schuljahr war unser Workshopleiter in zwei 4. Klassen der Max-und-Justine-Elsnerschule zu Gast.

Die Art und Weise, wie zentrale demokratische Werte durch spielerischen, interaktiven Zugang begreifbar gemacht wurden, fand bei den Kindern und den Pädagog*innen auch in diesem Schuljahr wieder großen Anklang. Dabei war zu beobachten, dass alle drei Klassen unterschiedliche Themen beschäftigten und unterschiedliche Methoden und Spiele eingesetzt wurden. Dazu möchte ich gerne einen kleinen Überblick geben.

Wir starteten mit dem Spiel „Alle tauschen Plätze, die“, wodurch wir uns nicht nur durch unsere Äußerlichkeiten, sondern auch unsere Vorlieben, Fähigkeiten und Gefühle kennen und miteinander verbinden lernten. Die Begriffe „Vielfalt“ und „Einzigartigkeit“ wurden anschließend im Spiel „Es gibt viele…“ deutlich. Reihum wurden Begriffe gesucht, kein Begriff durfte mehrmals gesagt werden. Neben vielen Planeten, Farben und Socken wurden unter anderem auch viele Träume, Talente oder Sorgen genannt. Anschließend wurde anhand der Frage aufgezeigt, dass es jeden Menschen, jedes Kunstwerk und andere Ausdrucksformen einer Person nur einmal auf der Welt gibt.

Im Vorurteilsspiel wurden dann eigene Meinungen ehrlich und leidenschaftlich vertreten. Es gehörte schon etwas Mut dazu, diese bei der ein oder anderen Aussage zu überwerfen und zu korrigieren. Denn jede*r ist gefragt und jede Meinung wichtig in der Demokratie! Wie im Spiel, so ist auch im wahren Leben Respekt, Neugier und Geduld gefragt. Einander zuhören, offen und freundlich miteinander zu sprechen und sich zu unterstützen, das bringt uns so gut voran. So war schön zu sehen, wie sich Schüler beim Spiel „Reise nach Jerusalem mal anders“ gegenseitig anspornten und halfen. 23 Kinder auf fünf Stühlen, ja das geht!

Die „Identitätsblume“ ermöglichte abschließend eine Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Auch für den Austausch eigener Fragen, Befindlichkeiten und Herausforderungen wurden eine sichere Atmosphäre und genügend Zeit zur Verfügung gestellt. Damit konnten oft neue Grundlagen für gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme gelegt werden.

Die Reflexionsrunden zeigten jedenfalls, dass sich die Kinder während des gesamten Workshops wohlfühlten. Hier kommen ein paar Feedbacks der Kinder:

„Alles war eigentlich schön. Das Spiel mit den Stühlen hat mir am besten gefallen“

„Mir hat gefallen, dass man beim „Ja-Nein-Vielleicht Spiel“ seine Meinung sagen durfte.“

„Ich glaube der Sinn war, dass wir uns als Klasse besser kennenlernen und zusammenkommen“

„Sowas haben wir in meiner alten Schule nicht gemacht“

Unser Dank gilt dem Förderkreis der Grundschule Bruck sowie der Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in Erlangen, die uns finanziell unter die Arme gegriffen haben. Danke vielmals, nur mithilfe Ihrer Unterstützung konnten wir die Workshops realisieren!

„Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche
Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.“

 

 

An den einzelnen Schulen:

Max-und-Justine-Elsner-Schule